Die Chronik der Ortsteile: Callenberg
um 1150
Vermutlicher Bau des Rittergutes am "Böhmischen Steig“ (Salzstraße, alte Handelsstraße aus dem Pleißengau nach Böhmen)
1244
Dorf Kallenberc - erstmals urkundlich nachgewiesen. Der Name ist abgeleitet von dem im Unterdorf befindlichen, bis 1840 unbewaldeten und unbebauten Hügel - „Ort am kahlen Berg“.
um 1300
Der letzte Ritter von Callenberg, Berthold von Cahlenberg, zieht sich in den geistlichen Stand zurück und „die von Kauffungen“ übernehmen die Herrschaft auf Callenberg.
1323
5. November: Der in Avignon im Exil lebende Papst Johannes XXII. erteilt der Katharinenkirche Callenberg einen Ablassbrief. Der Ablass gilt für 460 Tage und gründet sich auf die Gewalt der Apostel Petrus und Paulus. Er löst von allen Sünden und Misshandlungen. Aus nah und fern pilgern regelmäßig Menschen zur Kirche der „Heiligen Katharina hinter dem kahlen Berge“. Sie benutzten dazu den Klosterweg von Remse her. Die Katharinenkirche soll bis zur Reformation zu den reichsten in ganz Sachsen gehört haben.
1455
Das mitten im Dorf befindliche Rittergut gehört dem legendären Diettrich von Kauffungen, dem Vetter des „Prinzenräubers“ Kunz von Kauffungen. Die Strickleiter, die beim Prinzenraub zum Einstieg ins Altenburger Schloss verwendet wird, soll in der Scheune des Rittergutes gefertigt worden sein. 31. Juli: Diettrich von Kauffungen wird in Altenburg enthauptet und sein Knecht Franz wird gehenkt. Die Witwe Diettrichs von Kaufungen darf mit ihren Kindern in Callenberg bleiben.
1491
Anna von Schönburg belehnt Dietrich und Bernhard von Kaufungen mit dem Rittergut Callenberg.
1493
In dem Erbzinsregister der Schönburgischen Herrschaften werden als Besitzer des Rittergutes Callenberg die von Kaufungen als Grundherren mit allen grund- und gerichtsherrlichen Rechten erwähnt.
1536
Dietrich von Kaufungen zum Kalenberg wird im Erbzinsbuch als Besitzer des Ritterlehens Callenberg genannt.
1578-1581
Das Geschlecht der „Jungker von Kauffungen“ stirbt ab. Die Herren von Schönburg werden die neuen Besitzer des Rittergutes und belehnen die Kauffunger mit dem Rittergut.
1605
Georg von Schönburg wird als Besitzer des Rittergutes genannt.
1753
In Obercallenberg wird Wilhelm Gottlieb Becker geboren. Er wird 1782 zum Professor für Moral und Geschichte in Dresden berufen und betätigt sich als Schriftsteller.
1799
Das Rittergut brennt ab und wird weiter nördlich, an der Straße nach Waldenburg, neu erbaut. Aus dem alten Herrenhaus wird ein Gasthof.
1802
In Callenberg werden Strümpfe, Handschuhe, wollene Bänder gewirkt und gestrickt.
1856-1859
Neubau der „St. Katharinenkirche“ und Einbau einer originalen (heute noch erhaltenen) Kreuzbachorgel unter Pfarrer Meurer
1872
Bildung einer Pflichtfeuerwehr
1886
Beginn der Rundstuhlwirkerei, erste Fabriken entstehen, 1909 sind es sieben
1924
Bau des neuen Rathauses
1945
Bodenreform - das Rittergut wird in 19 Neubauernstellen aufgeteilt
1960
Die Kollektivierung der Landwirtschaft ist abgeschlossen, ein Bauer widersetzt sich erfolgreich und bleibt privat.
1962
30.6. bis 8.7: großes Heimatfest - 800 Jahre Callenberg
1973
Bildung des Gemeindeverbandes Callenberg. Ihm gehören die Dörfer Callenberg, Grumbach, Reichenbach, Langenchursdorf, Falken, Langenberg und Meinsdorf an.
1974
Eingemeindung des Dorfes Grumbach als Ortsteil
1977
3. März: Unvermitteltes Auftreten des sehr seltenen Minerals Krokoit (ein Bleichromat) in dem Nickeltagebau Callenberg Nord I
1980
Grundsteinlegung der drei Neubaublöcke (104 Wohnungen)
1998
4. Oktober: feierliche Wiedereinweihung der St. Katharinen Kirche nach umfangreichen Baumaßnahmen
1999
1. Januar: Mit der zweiten sächsischen Gebietsreform entsteht eine neue Gemeinde, die die Ortsteile Callenberg, Grumbach, Reichenbach, Langenchursdorf, Falken, Langenberg und Meinsdorf umfasst und den Namen Callenberg trägt.
 2000 Für ca. 1,6 Millionen DM erfolgt die Komplettsanierung der drei Wohnblöcke mit 104 Wohnungen an der Altenburger Straße
2001
3. Oktober: Feierliche Einweihung des Dorfplatzes und eines Brunnens mit Skulptur, die an den Altenburger Prinzenraub erinnert. 11. November: Einweihung des Turmportals der Kirche (Abschluss des letzten Bauabschnitts)
2003
Vom 10.-13.Juli 2003 findet die 7. Saxionade- ein internationales Festival für Jugendblasorchester im Landkreis Chemnitzer Land statt. Callenberg ist Gastgeber für das Gemeindejugendblasorchester aus Trojan in Bulgarien.
  Offizielle Eröffnung der Sommerrodelbahn am Stausee Oberwald
2004
Verkaufsbeginn der "Chronik in Bildern - Gemeinde Callenberg". Eine Bilderchronik, die 100 Jahre Entwicklung der heutigen Ortsteile Callenberg, Reichenbach, Grumbach, Meinsdorf, Langenberg, Falken und Langenchursdorf dokumentiert.

 2005 

Im September feiert die Kindertagesstätte ihr 50-jähriges Jubiläum und erhält der Namen "Sonnenkäfer".
  Abdeckung der ehemaligen Mülldeponie im früheren Nickelerztagebau Nord I

2006

Abriss der ehemaligen Schubert`schen Fabrik
  Errichtung der Aussichtsplattform am südwestlichen Rand des Naturschutzgebietes "Callenberg Nord II. Sie ermöglicht eine gute Aussicht über das ehemalige Bergbaurestloch.

 2007 

 

Vom 5. - 9. Juli findet die 9. Saxoniade statt. 24 Mädchen und 38 Jungen aus China beherbergt die Gemeinde. Sie bedanken sich mit einem Abschlusskonzert in der St. Katharinen Kirche.

 2008

 

Einweihung des neuen Veranstaltungshauses "Alte Scheune" neben der Gaststätte "Alte Schule". Dieses Gebäude erinnert an die historische Scheune im Zusammenhang mit dem sächsischen Prinzenraub.

 2009

Zur 10. Saxoniade ist das Jugendblasorchester der Stadt Geisingen bei uns zu Gast.
2010
Es gibt Bestrebungen, für 2012 ein Heimatfest vorzubereiten, da vor 50 Jahren gefeiert wurde. Zwei Expertinnen schaffen Klarheit und verweisen auf ein anderes Gründungsjahr.  
 

 

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