Die Ortsteile der Gemeinde - Callenberg
 

Callenberg wurde, wie die anderen Dörfer der Umgebung auch, im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts im Zuge des Aufbaus der Herrschaft Waldenburg auf Rodungsboden angelegt. An der alten Straße von Altenburg nach Böhmen, dem "Böhmischen Saumpfad", auf dem u. a. Salz transportiert wurde, entstanden Dorf und Rittergut. Der Besitzer des Rittergutes übte, obwohl vom Herren von Waldenburg lehensabhängig, über das Dorf und spätestens seit 1482 auch über Langenberg und ein Drittel des Ortes Langenchursdorf eigene Gerichtsbarkeit aus. Die Entwicklung des Ortsnamens Callenberg hängt wahrscheinlich mit dem im Niederdorf befindlichen "Kahlen Berg" zusammen. Die heutige Schreibweise ist seit 1822 amtlich im Gebrauch.

Nach 1814 entwickelte sich im Ort eine starke Textilindustrie. In den Jahren vor dem 2. Weltkrieg waren 1200 Bürger in der Textilindustrie beschäftigt, 1920 wurde bereits Export mit China und Japan betrieben. Heute gibt es noch drei kleine Unternehmen in Callenberg, die Callenberger Textilmanufaktur GmbH, die Firma Reinheckel und die Firma Nizeshot GmbH.

Callenberg war weiterhin als Dorf der Musik über seine Grenzen hinaus bekannt. Um das Jahr 1910 gab es drei Musikkapellen, 120 Mitglieder zählte der Musikverein, die Hälfte davon hießen, wie auch der Kapellenleiter, Schubert.

Callenberg ist mit 1422 Einwohnern (Stand 31.12.2005) der bevölkerungsreichste Ortsteil. Eine  öffentlicher Bibliothek stehen den Einwohnern zur Verfügung.Diese befindet sich im Frauenzentrum, Hauptstraße 73.

Besonders sehenswert ist die im neoromanischen Stil von 1856 - 1859 erbaute "St. Katharinenkirche", die weit über die Gemeindegrenzen zu sehen ist. Sie besitzt als Besonderheit eine Original-Kreuzbach-Orgel, die regelmäßig zum Gottesdienst erklingt, aber auch von internationalen Musikern z. B. im Rahmen der sächsischen Orgelakademie bespielt wird (Genaueres erfahren Sie im Pfarramt).

Bekannt wurde Callenberg auch durch das im hiesigen Nickel-Tagebau 1977 aufgefundene seltene Mineral Krokoit (Bleichromat), welches in Fachkreisen des In- und Auslandes beträchtliches Aufsehen erregte.

  Die Chronik von Callenberg

 

 
 
 
 
 
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